Ein Flüssigkristallbildschirm (liquid crystal display = LCD) besteht im wesentlichen aus Flüssigkristallen, die in der Lage sind, die Polarisationsrichtung von Licht zu beeinflussen.

Schematisierter Aufbau eines LC-Displays.
Der Grundbaustein dieser Anzeigetechnik ist die sogenannte Schadt-Helfrich-Zelle. Die Flüssigkristalle weisen sowohl Merkmale von Festkörpern als auch von Flüssigkeiten auf. Zudem sind sie schraubenförmig angeordnet, unter einem Verdrillwinkel von 90 Grad. Man spricht von twisted nematic (TN).
Vor dem Eintritt in die Flüssigkristalle, wird das Licht durch den Polarisator polarisiert. Beim ausgeschalteten Display ändert sich durch die Verdrillung der Kristalle (TN!) die Polarisationsrichtung des einfallenden Lichts; das Display erscheint durchsichtig/schwarz (normally white/black mode).
Wird nun eine elektrische Spannung an die Elektroden angelegt, wird die Verdrillung der Kristalle aufgehoben. Somit wird die Polarisationsrichtung des Lichts nicht mehr verändert - das Licht kann den zweiten Polarisator (der dem ersten entgegengesetzt angeordnet ist) nicht mehr passieren. Folglich wird das Licht zurückgeworfen und wir sehen ein Bild.
Für die verschiedenen Farben sind die elektronisch gesteuerten Pixel verantwortlich, die jeweils aus 3 Sub-Pixeln bestehen. Die Sub-Pixel entsprechen den Farben rot, grün und blau, aus denen alle benötigten Farben gemischt werden.
Bei modernen Displays ist diese Anwendungstechnik natürlich wesentlich komplizierter. Bei den Weiterentwicklungen der TN-Zelle wird zum Beispiel der Verdrillungsgrad der Kristalle erhöht, wodurch ein höherer Kontrast ermöglicht wird. So wurde z.B. die TSTN - Triple Super Twisted Nematic-Zelle erstmals in VGA-Bildschirmen verwendet.
Das Format gängiger LC Displays beträgt für Notebooks in der Regel zwischen 10.4" und 17.1". Für LCD-Fernseher verwendet man Bildschirme zwischen 20" und 40". Das momentan größte LC Display wurde von Samsung entwickelt und hat eine Bildschirmdiagonale von 82".
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